Leitgedanken und Grundideen

Wir sind eine staatlich Förderschule Lernen, die durchgängig nach den Prinzipien von Maria Montessori arbeitet. Ihr pädagogisches Konzept und damit eingehend ihr Menschenbild entwickelte sie bereits vor über 100 Jahren. Ihr Konzept hat aber an Aktualität nichts verloren. Eine der elementaren Grundideen von Maria Montessori war und ist es, die Kinder zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und Umwelt zu erziehen. Die Pflege von Haustieren, wie Fische und Schnecken sind in den Klassen Bestandteil des Schullebens. Die Kinder lernen unter der Begleitung von Lehrerinnen und Lehrern Verantwortung für das Wohlergehen eines Lebewesens zu übernehmen. Das Gleiche trifft auf unsere Schulumgebung zu. Wir haben einen Schulgarten und eine extensive Streuobstwiese neu angelegt. Vor einigen Klassen sind Hochbeete entstanden, in denen Gemüse angebaut wird. Die Schülerinnen und Schüler betreuen und pflegen dieses. Das ist unserer kleiner Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit.

 

"... das habt ihr super gemacht"

Für unser Engament im Rahmen des "Mach was!" Wettbewerbs wurden wir ausgezeiuchnet. Wir sind sehr stolz auf die Arbeit unserer Schülerinnen und Schüler.

Eine Oase im Pausenhof

Ran ans Werkzeug, fertig, los!

 

Die Albert-Schweitzer-Schule, Montessorischule - Förderschule Lernen, nimmt an einem bundesweiten Handwerkswettbewerb von Würth unter der Schirmherrschaft der Aktion Modernes Handwerk e. V. teil und baut eine Schulhofoase.

 

Seit dem 15. November tüfteln die Schülerinnen und Schüler an einem Projekt, um das Schulgelände noch attraktiver zu gestalten. Die Albert-Schweitzer-Schule ist eine von mehr als 100 Schulen deutschlandweit, die an dem Wettbewerb „MACH WAS! Der Handwerkswettbewerb für Schulteams.“ von Würth unter der Schirmherrschaft der Aktion Modernes Handwerk e. V. teilnimmt.

 

Die 12 Schülerinnen und Schüler aus dem Bereich Arbeitslehre haben nun bis zum 1. April 2022 Zeit, ihr Projekt in die Tat umzusetzen. Die Albert-Schweizer-Schule hat sich dabei für den Bau von Holzpodesten für eine Schulhofoase entschieden die von einem Staudenbeet umrahmt ist. Eine Brachfläche wird dadurch aufgewertet.

 

„Am meisten freue ich mich darauf, am Ende gemeinsam mit meinen Freunden in der Oase chillen zu können“, so äußert sich ein Schüler.

 

Tatkräftige Unterstützung erhalten die Jugendlichen bei ihrem Projekt von dem Handwerksbetrieb Zimmerei Fehmeraus Münster. In sehr guter Zusammenarbeit von Schule und Betrieb wurden große Sitzpodeste erstellt.

Nach der Abgabe der Projektdokumentation im April findet ein öffentliches Online-Voting auf der Homepage der Initiative unter den TOP 50 Projekten statt. Dabei werden die zehn Projekte mit den meisten Likes einer Fachjury vorgelegt, welche das Gewinnerteam wählt und Mitte Mai bekannt gibt. Eine Preisverleihung Ende Juni 2022 bildet den feierlichen Abschluss des Handwerkswettbewerbs.

Ein Beet wächst hoch hinaus - Hochbeet!

Unsere Schule beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit den Themen Nachhaltigkeit und Ökologie. Wir haben u.a mit mehreren Klassen an einem Projekt auf dem Schulbauernhof Emshof teilgenommen, auf dem Schulgelände eine kleine extensive Streuobstwiese angelegt, die Bepflanzungen des Schulgeländes auf eine insekten- und bienenfreundliche Bepflanzung umgestellt, wir haben Insektenhotels, Ohrwurmhäuser und Nistkästen gebaut, wir übernehmen die Pflege der einzelnen Projekte und so langfristig Verantwortung für unsere Umwelt und unser Handeln.

Im letzten Schuljahr haben wir auf der Terrasse vor unserem Klassenzimmer zwei Hochbeete angelegt und bepflanzet. Neben Kräutern, die wir im Hauswirtschaftsunterricht benötigen, haben wir u.a. Kartoffeln angebaut. Die von uns geernteten „eigenen“ Kartoffeln haben wir im Rahmen des Biologieunterrichts besprochen und natürlich auch selbst zubereitet und gegessen.

Wir nehmen am „Schulobstprojekt des Landes NRW“ teil und erweitern mit unseren Ernten das Angebot um einen kleinen Anteil aus eigener Herstellung.

Bau eines Hochbeets!

Nachhaltige Impressionen

Nachhaltige Umsetzung!

Die naturnahe Umgestaltung des Schulgeländes geht weiter voran. So wurde unter Beteiligung eines Landschaftsökonom des NABU Münsters ein neues naturnahes Pflanzenarrangement entwickelt, das Insekten, Vögeln und kleinen Säugetieren auch im städtischen Umfeld einen neuen Lebensraum bietet. Die bestehende extensive Obstwiese wurde zusätzlich um weitere Obstbäume und Naschsträucher ergänzt. Die gärtnerische Nutzfläche wurde umgegraben, eine 3-Felderwirtschaft vereinbart und Kartoffeln gesetzt. Die größte Veränderung erlebte aber der Schulinnenhof. Dort wurde in nur einer Woche durch die tatkräftige Unterstützung von Schülerinnen und Schülern fast 600 Staudenpflanzen gesetzt. Diese verbessern das Mirko-Klima, laden die Schüler zum Verweilen ein und lassen das Beobachten von jahreszeitlichen Prozessen zu. Wir sind mit unseren Umweltgedanken in bester Gesellschaft. Auch die Stadt Münster ermuntert in ihrer Broschüre zum nachhaltigen Gärtnern: insektenfreundlich, klimaangepasst und naturnah. Dieses Umweltverständnis ist ebenfalls der Grundgedanke von Maria Montessoris pädagogischen Konzepts, deren Pädagogik wir zeitgemäß in unserer Schule umsetzen. Wir freuen uns jetzt bereits alle auf die Sommer, wenn die Stauden blühen und dem Schulhof einen neuen bunten, naturnahen und grünen Rahmen geben, die für eine Vielzahl von Tieren ein neuer Lebensraum ist. Das ist unser kleiner Beitrag zur Klimawende.